Angehörige von Gesundheitsberufen, z.B. Krankenpfleger oder Therapeuten, teilen mit der Allgemeinheit, also den Menschen, die nicht in Gesundheitsberufen tätig sind, eine Reihe von Urteilen und Vorurteilen. Das gilt auch oder gerade besonders hinsichtlich psychischer Erkrankungen allgemein und hinsichtlich Suchtkranker im Besonderen. Konkret heißt das, auch Personen, die im Gesundheitsbereich tätig sind, stigmatisieren Suchtkranke. Verwunderlich ist das nicht. Denn die Sozialisation, in der Stigmatisierungen aufgebaut werden, findet statt, lange bevor sich jemand entschließt in einem Gesundheitsberuf zu arbeiten.