Ausstieg aus dem Drogenkonsum

Liebe Merlato Kunden,

die Fastenzeit hat begonnen und wie zum Jahresbeginn gibt es auch jetzt viele gute Vorsätze. Haben Sie schon einmal versucht, auf etwas zu verzichten, das Sie gern konsumieren? Auf Schokolade, das Glas Wein am Abend, die Zigarette nach dem Essen? Ist es Ihnen schwer gefallen? Haben Sie durchgehalten, so lange, wie Sie es sich vorgenommen haben?

Durchhalten ist manchmal gar nicht so einfach.

Und wenn es nicht nur darum geht, schlechte Angewohnheiten eine Zeitlang zu vermeiden, sondern einen krankhaften Konsum, z.B. von Drogen, zu unterlassen, ist es noch schwieriger. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stellt auf ihrer Internetseite drugcom.de (Hier klicken) zwei Studien aus Amerika und Australien vor, die dies unterstreichen. Es konnte festgestellt werden, dass der bloße Wille, keine Drogen mehr zu konsumieren, nicht ausreicht, um tatsächlich abstinent zu leben. Viele Teilnehmer der Studien schrieben sich selbst einen starken Willen zu. Dennoch wurden auch von ihnen einige rückfällig.

Was tatsächlich half, erfolgreich aus dem Drogenkonsum auszusteigen, waren konkrete Strategien für das Leben ohne Drogen. Am ehesten erfolgreich waren die Personen, die sich bereits vor dem Ausstieg bewusst machten, welche Aspekte ihres Lebens sie ändern müssen. Dazu zählen beispielsweise ein Umzug, ein anderer Weg zur Arbeit, die Abkehr von Menschen, mit denen häufig Drogen konsumiert wurden und die Entwicklung einer festen Tagesstruktur.

Der Willenskraft wird zu viel Macht zugeschrieben

Aber warum fällt es uns eigentlich so schwer, abstinent zu leben oder auf liebgewonnene, schlechte Angewohnheiten zu verzichten? Wer einen starken Willen hat, sollte das doch schaffen. Der sollte eigentlich gar nicht erst abhängig werden. So zumindest eine weit verbreitete Meinung.

Doch allein mit Willenskraft ist nicht alles zu schaffen. Warum das so ist, verdeutlicht folgendes Bild sehr gut: Stellen Sie sich Ihre Willenskraft als Muskel vor. Wenn wir unsere Muskeln beim Sport stark beanspruchen, ermüden sie irgendwann. So ist es auch mit dem Muskel unserer Willenskraft.

Wer aus dem Drogenkonsum aussteigen möchte und sein Leben dementsprechend umorganisiert, muss seinen Willensmuskel nicht so stark beanspruchen. Die Versuchung, erneut Drogen zu konsumieren, ist nicht groß mit den richtigen Vermeidungsstrategien.

Wer abstinent leben möchte, sich aber weiterhin im Umfeld der Drogen aufhält, muss auch jedes Mal seinen Willensmuskel stark beanspruchen. Dieser ermüdet dann irgendwann. Dann steht dem Rückfall nichts mehr im Weg.  

Und selbst?

Versuchen Sie es doch einfach mal während der Fastenzeit. Vielleicht ist es mit der richtigen Strategie einfacher, auf Alkohol, Süßigkeiten oder Fleisch für die nächsten 40 Tage zu verzichten. 

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