Cannabis auf Rezept

Liebe Merlato-Kunden,

haben Sie schon mal Cannabis geraucht? Wenn ja, hat es Ihnen Spaß gemacht? Haben Sie eine der weit verbreiteten positiven Wirkungen erlebt? Das „high“-Gefühl, Entspannung, ein intensiveres Erleben aller Umwelteinflüsse und neuartige Ideen? Oder waren es die risikoreichen Wirkungen wie Angst, Panikgefühle,  Erinnerungslücken, Halluzinationen oder sogar ein Filmriss, die bei Ihnen aufgetreten sind?

Cannabiskonsum in Deutschland

Cannabis gehört in Deutschland zu den illegalen Drogen. In dieser Klasse ist es die am meisten konsumierte Substanz. Unter den 12- bis 17-Jährigen hat laut einer Erhebung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bereits fast jeder Zehnte schon einmal Cannabis konsumiert. Unter den 18- bis 25-Jährigen sind es mehr als ein Drittel (34,5 Prozent).

Doch bereits seit 1998 ist es in Deutschland möglich, Cannabis auch legal zu konsumieren – als Heilmittel. Denn gegen manche Schmerzen und bei einigen Patienten helfen herkömmliche Mittel nicht mehr. Cannabis wird dann jedoch nicht im herkömmlichen Joint geraucht oder inhaliert – sondern als Tablette in Mitteln wie Dronabinol, Sativex oder Nabilon eingenommen.

Der Einsatz von Cannabis als Heilmittel in der Geschichte

Entdeckt wurde Cannabis als Arzneimittel in China bereits um 2.700 vor Christus – aus dieser Zeit stammen die ältesten Hinweise auf die Verwendung von Cannabis als Heilmittel. Dort wurden die Cannabissamen verwendet, von denen so gut wie keine psychoaktiven Wirkungen ausgehen. Auch in Indien fanden die verschiedenen Bestandteile des Cannabis – Blätter, Blüten und Harz – medizinische Verwendung. Eingesetzt wurden Sie gegen Schmerzen, Durchfall, Entzündungen, Krämpfe, Husten, Parasiten und Appetitlosigkeit. In die westliche Medizin hielt Cannabis im 19. Jahrhundert Einzug – zur Behandlung von Rheuma und Muskelkrämpfen.

Der Siegeszug von Cannabis als Heilmittel

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ging der Einsatz von Cannabis in der Medizin zunächst zurück. Bis im menschlichen Körper das Endocannabioidsystem entdeckt wurde. An unterschiedlichen Stellen im menschlichen Körper – beispielsweise in Immunzellen, dem Magen-Darm-Trakt oder der Haut – sind Rezeptoren zu finden, an denen Cannabis anknüpfen kann. Es ermöglicht die Forschung an Medikamenten auf Cannabisbasis. In verschiedenen Studien hat sich Cannabis vor allem bei chronischen (neuropathischen) Schmerzen als wirksam erwiesen. Diese Beschwerden werden vor allem durch Nervenschädigungen verursacht. Bei akuten Schmerzen hingegen ist Cannabis nicht wirksam. Ebenso lindert Cannabis die Nebenwirkungen einer Chemotherapie – Übelkeit und Erbrechen – sowie spastische Symptome bei Multipler Sklerose (MS).

Medikamente auf Cannabisbasis gibt es schon länger in Deutschland – bis zu diesem Jahr wurden die teils hohen Kosten dafür allerdings nicht von der Krankenkasse übernommen. Seit März 2017 ist dies jedoch möglich. Der Bundesgesundheitsminister Herman Gröhe will damit die Versorgung schwerkranker Menschen verbessern.

Die Cannabisagentur zur Überwachung des medizinischen Cannabis

Aber ist der Anbau von Cannabis in Deutschland nicht verboten? So ist es. In Zukunft wird es daher eine eigene Cannabisagentur geben. Diese wird den Anbau, die Verarbeitung und die Qualität der Hanfpflanzen zur medizinischen Verwendung überwachen.

„Legalize Cannabis“

Cannabis zu Freizeitzwecken zu verwenden, bleibt weiterhin verboten. Doch auch darüber wird bereits diskutiert. Fast die Hälfte der Deutschen (49%) war laut einer YouGov-Umfrage im Jahr 2016 für die Legalisierung von Cannabis. Etwas mehr als ein Drittel (37%) waren dagegen. Unter den Wählern der großen Volksparteien sind nur die der Grünen mit deutlicher Mehrheit für eine Freigabe von Cannabis: 54%. 

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