Im Gehirn eines Glücksspielers

Liebe Merlato Kunden,

die meisten von uns können ihren Mitmenschen nur vor den Kopf gucken. Hirnforscher können uns auch in den Kopf gucken. Und fördern dabei oft Erstaunliches zu Tage. Zum Beispiel die Erkenntnis, dass Glücksspiele Spuren im Gehirn hinterlassen.

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Belohnung und Kontrolle

Besonders wichtige Regionen in unserem Gehirn sind beim Glücksspielen das Belohnungszentrum und die Region, die für unsere Selbstkontrolle verantwortlich ist. Bei Spielern, die unproblematisch spielen, also nur zum Spaß, ist die Verbindung zwischen diesen beiden Regionen hoch ausgeprägt. Das Spiel belohnt den Spieler also, indem er zum Beispiel Spaß dabei hat. Der Spieler hat aber auch die Kontrolle darüber, wie lange er spielt und wie viel Geld verspielt wird. Das eigene Verhalten kann also sehr gut gesteuert werden.

Niedrige Impulskontrolle

Bei auffälligen Spielern, sogenannten Risikospielern, ist die Verbindung zwischen dem Belohnungszentrum und der Region der Selbstkontrolle im Gehirn weniger stark ausgeprägt. Durch das Spielen wird also weiterhin das Belohnungszentrum angesprochen, das Spielverhalten kann aber nicht gut kontrolliert werden. Der Spieler giert nach der Belohnung, die das Spiel für ihn bereit hält, beispielsweise Glücksgefühle. Es fällt ihm jedoch schwer oder ist nicht mehr möglich, in verantwortungsbewussten Bahnen zu spielen oder auch ganz mit dem Spielen aufzuhören. Der Impuls, weiter zu spielen, um belohnt zu werden, kann nicht kontrolliert werden.

Stärkung der Nervenbahnen für verantwortungsbewusstes Glücksspiel

Ist es bei einem Glücksspieler der Fall, dass die Verbindung vom Belohnungszentrum zur Region der Selbstkontrolle nur schwach vorhanden ist, heißt das jedoch nicht, dass nie verantwortungsvolles Glücksspielen möglich ist. Impulskontrolle kann erlernt werden. Auch von Erwachsenen. So wird es beispielweise auch bei der Therapie problematischer Spieler gemacht. Sie lernen es, mit Spielanreizen, die den Impuls zum Spielen hervorrufen, umzugehen und diesen unter Kontrolle zu halten. Solche Anreize sind zum Beispiel Werbung für Glücksspiele oder Ton- und Lichtsignale an Geldspielgeräten. Die Nervenbahnen im Gehirn können auf diese Weise gestärkt werden. Die Fähigkeit der Selbstkontrolle wird verbessert.

Wir freuen uns auf weitere spannende Erkenntnisse über die Funktionen unseres Gehirns und darauf, sie mit Ihnen teilen und diskutieren zu können.

Viele Grüße

Ihr Merlato Team

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