Präventionsschulungen für Spielhallenbetreiber und Servicekräfte – Inhalt, Sinn und Zweck

Liebe Merlato-Kunden,

laut § 6 GlüStV sind die Veranstalter und Vermittler öffentlichen Glücksspiels dazu verpflichtet, ihre Mitarbeiter in der Früherkennung problematischen und pathologischen Spielverhaltens zu schulen. Heute stellen wir Ihnen vor, was überhaupt in so einer Präventionsschulung passiert und welcher Sinn und Zweck damit verfolgt wird. 

Den Hintergrund bildet das Gesetz

Die gesetzlichen Grundlagen für den Jugend- und Spielerschutz bilden in jeder Präventionsschulung ein Kapitel. Hier wird mit den Teilnehmern zusammen erarbeitet, welche gesetzmäßigen Vorgaben im Sinne des Spielerschutzes einzuhalten sind. Die Hintergedanken, die zu jedem Gesetz geführt haben, werden dabei beleuchtet. 

Glücksspielsucht – Was ist das eigentlich?

Glücksspielsucht als stoffungebundene Abhängigkeitserkrankung ist für viele eine schwer greifbare Krankheit. Anhand einer Definition, der Diagnosekriterien und der Merkmale auffälligen Spielverhaltens wird in den Schulungen Wissen vermittelt. 

Was macht Glücksspiele überhaupt gefährlich?

Viele Menschen nehmen unproblematisch und mit Spaß am Glücksspiel teil. Doch es gibt einige, für die wird das Spiel ums Geld zum Problem. Die Mitarbeiter von Glücksspielanbietern sollen nicht nur wissen, dass Glücksspiel gefährlich sein  kann, sondern auch, warum dies so ist. Was Geldspielgeräte so gefährlich macht, sind zum Beispiel die hohe Gewinnwahrscheinlichkeit, die schnelle Ereignisabfolge, Ton- und Lichteffekte. Sportwetten sind potenziell gefährlich, weil viele Spieler ihr Wissen über ein Sportereignis überschätzen. 

Handlungsmöglichkeiten erarbeiten und erproben

Die Mitarbeiter in einer Spielhalle, einer Sportwettannahmestelle oder einer Gastronomie mit Geldspielgeräten sind diejenigen, die im direkten Kontakt zum Spielgast stehen. Daher nehmen sie eine wichtige Rolle bei der Spielsuchtprävention ein. Sie sind diejenigen, die im Zweifelsfall auf Spieler zugehen und diese ansprechen können. Wie diese Ansprache aussehen kann und welche Rahmenbedingungen zu beachten sind, wird ebenfalls mit den Teilnehmern in Präventionsschulungen erarbeitet. Hier werden in interaktiven Rollenspielen auch verschiedene Situationen erprobt. 

Sensibilität erzeugen

Glücksspielsucht ist eine schwerwiegende psychische Krankheit, die gravierende Folgen für die Betroffenen und ihr Umfeld nach sich zieht. Nicht jeder, der am Glücksspiel teilnimmt, wird automatisch abhängig. Aber einige doch. Für diesen Umstand und die Krankheit an sich, soll in einer Präventionsschulung ein umfassenderes Verständnis und damit einhergehend eine gewisse Sensibilität erzeugt werden. Daraus kann die Motivation hervorgehen, Spieler- und Jugendschutz voranzutreiben. 

Eine Plattform für den Austausch bieten

In jeder Präventionsschulung ist es wichtig, dass die Teilnehmer sich über ihre Erfahrungen im Glücksspielbereich, mit Spielgästen und mit den Themen Jugend- und Spielerschutz austauschen. Es werden Fragen gestellt, verschiedene Aspekte diskutiert und persönliche Erlebnisse berichtet. Dieser Austausch ist wichtig. Damit können die Teilnehmer ihre Sicht des Themas darstellen und die gelernten Inhalte in ihren Arbeitsalltag transferieren. 

Wissen, Einstellung, Motivation und Handlungskompetenz

Die Ziele einer Präventionsschulung können wir uns anhand eines vierblättrigen Kleeblatts vorstellen: den Teilnehmern soll mehr Wissen zum Thema Spielsuchtprävention vermittelt werden; ihre Einstellung zum Thema Glücksspielsucht sowie zu den einzelnen Maßnahmen des Jugend- und Spielerschutzes soll positiv beeinflusst werden; die Motivation, im Sinne des Jugend- und Spielerschutzes zu handeln, soll erzeugt werden; und die Teilnehmer sollen die Handlungskompetenzen erwerben, alle Maßnahmen zur Spielsuchtprävention erfolgreich umsetzen zu können. 

Haben Sie Fragen zu diesem Thema oder benötigen Sie eine Präventionsschulung? Rufen Sie uns gern an unter 04221 2890469 oder schreiben Sie uns unter info@merlato.de.

Herzlichst

Ihr Merlato-Team

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