Von Genuss, Missbrauch und Abhängigkeit – Was Alkohol und Glücksspiel gemeinsam haben

Liebe Merlato Kunden,

sicherlich kennen Sie das: zum gemütlichen Abend auf der Couch gehört ein gutes Glas Rotwein genauso dazu, wie das Bier beim Fußball gucken mit den Freunden. Alkohol ist ein Teil unserer kulturellen Identität – genauso wie Glücksspiel – und das seit Jahrtausenden. Der Vergleich dieser beiden Produkte scheint zunächst absurd, dabei haben sie durchaus einiges gemein.

In einem Artikel der Wirtschaftswoche vom 20.04.2016 berichtet Suchtforscher Prof. Gerhard Bühringer von der TU Dresden, was Alkohol mit uns macht und wie es um den Konsum in Deutschland steht.

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„High“ sein ganz ohne Drogen

Wenn wir Alkohol konsumieren, wird unser Belohnungssystem angesprochen. Wir werden in den wunderbaren Zustand des „High“-Gefühls versetzt, so Bühringer. Soweit so gut. Dies ist die Wirkung von Alkohol, wenn wir davon wenig bis mittel-viel konsumieren: unsere Laune hebt sich und wir fühlen uns gut. Trinken wir zu viel Alkohol, zeigt sich seine zweite Wirkungsweise: unsere Laune kippt und wird schlecht bis aggressiv.

Ähnlich ist es beim Glücksspiel. In Maßen bereitet es uns Freude und eine gute Zeit. Können wir jedoch mit dem Spielen nicht mehr aufhören, wird es zur Qual. 

Vom Genuss zum Missbrauch

Wer besonders gefährdet ist für das sogenannte Rauschtrinken, also missbräuchlichen Alkoholkonsum, wird von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst: genetische Merkmale, die Persönlichkeit, das soziale und ökonomische Umfeld, Vorbilder.

Ebenso ist es, wenn Menschen problematisch Glücksspielen. Ob es dazu kommt oder nicht, hängt nicht von einer schwachen Persönlichkeit oder ähnlichem ab, sondern von verschiedenen Merkmalen der betroffenen Person, ihres Umfelds und dem Glücksspiel selbst. 

Genuss um des Genusses Willen

Alkohol trinken darf darüber hinaus keine Funktion erfüllen – dann wird es problematisch, meint Prof. Bühringer. Trinken, weil es lecker ist, wenn beispielsweise der Weißwein gut zum Fisch passt, ist unbedenklich. Trinken, weil es cool ist, weil es selbstbewusster macht oder ähnliches, ist gefährlich.

Auch beim Glücksspielen ist dies der Fall. Zu spielen, um sich eine Freude zu bereiten und aus Spaß am Spiel selbst, ist unbedenklich. Wird das Spielen jedoch dazu genutzt, Problemen im Alltag aus dem Weg zu gehen oder Sorgen zu verdrängen, kann es riskant werden. 

Prävention und Aufklärung

Damit Alkohol oder auch Glücksspiel Genussmittel bleiben und für den Konsumenten nicht zum Problem werden, ist Präventionsarbeit das A und O: Aufklärung, über die Risiken von Alkohol oder Glücksspiel, Verbote, insbesondere im Bereich Jugendschutz sowie deren Kontrolle können dazu beitragen, dass möglichst viele Menschen Alkohol und Glücksspiel risikoarm, also zum Genuss nutzen und Freude daran empfinden.

Spieler- und Jugendschutz fokussieren

Und die Moral von der Geschicht‘? Sein Sie sich bewusst, dass Sie mit Glücksspiel ein sensibles Gut anbieten und tun Sie, was Ihnen möglich ist, damit es nicht zu einem problematischen Gut für Ihre Gäste wird.

Wie das geht, wissen wir! Wir freuen uns, mit Ihnen zu diesem Thema in den Dialog zu treten.

Und wenn Sie noch Fragen haben oder Unterstützung brauchen, wenden Sie sich gern jederzeit an uns!

Rufen Sie uns an unter 02823 92823-14 oder schreiben Sie uns unter info@merlato.de

Ihr Merlato-Team! 

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