YouTube-Star betreibt illegales Glücksspiel im Internet

YouTube-Stars, oder sogenannte YouTuber, sind die Helden heutiger Teenager. Junge Menschen schauen nicht mehr herkömmliches Fernsehen oder lesen Zeitung, sie folgen jemandem wie LeFloid, der im letzten Jahr auch Kanzlerin Angela Merkel interviewte, über das Videoportal YouTube.

Bianca Heinicke, Gronkh, Dagi Bee und Simon Desue gehörten im Oktober 2016 zu den 10 erfolgreichsten YouTubern in Deutschland. Die Namen sagen Ihnen gar nichts? Der nächsten Generation sagen sie sehr viel. Viele Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene folgen ihren Stars und Idolen über deren YouTube-Kanäle, hören ihre Meinungen an uns lassen sich von ihnen beeinflussen. Umgekehrt heißt das natürlich, dass den YouTube-Stars ein enormes Maß an Verantwortung übertragen wird. Sie fungieren als Vorbilder für die Millionen junger Menschen, die ihre Zuhörer und Zuschauer sind.

Diese Rolle hat der britische YouTuber NepentheZ, der mit bürgerlichem Namen Craig Douglas heißt und hauptsächlich FIFA-Videos auf seinem YouTube-Kanal veröffentlicht, gründlich missbraucht.

Was bisher geschah…

Douglas und sein Partner Dylan Rigby betreiben die Website FUT Galaxy. Dort werden Sportwetten, Zufallspakete mit Spielern und auch ein Lotto-Jackpot angeboten. Gespielt wird hier mit einer Währung, die auch für FIFA Ultimate Team notwendig ist.

Darüber hinaus hat Douglas über seinen YouTube-Kanal, den er als NepentheZ betreibt, Werbung für die oben beschriebene Glücksspielseite gemacht.

Der Knackpunkt…

Bei den auf der Internetseite FUT Galaxy angebotenen Wetten und Spielen handelt es sich um illegales Glücksspiel, da die Seite ohne Lizenz betrieben wird.

Die britische Glücksspielkommission verfolgt den Fall und bezeichnet ihn als einen der schwerwiegendsten, den sie bisher untersucht hat. Das Ganze wird als Strafverfahren gehandhabt. Im laufenden Prozess plädierten Douglas und Rigby zunächst auf nicht schuldig, wechselten jedoch ihre Strategie und bekannten sich schuldig im Sinne der Anklage. Beide müssen Geldstrafen von über 100.000 Euro zahlen. Haftstrafen sind möglich, jedoch wohl unwahrscheinlich.

Auf der Strecke bleibt der Jugendschutz

Der Fall wird von der zuständigen Glücksspielkommission unter anderem als schwerwiegend bezeichnet, da man dort die Auswirkungen des Online-Glücksspiels auf Minderjährige als besonders „entsetzlich“ einstuft.

Zum einen ist nicht damit zu rechnen, dass auf einer Online-Glücksspielseite, die ohne Lizenz betrieben wird, besonders konsequent auf den Jugendschutz geachtet wird. Darüber hinaus wird genau diese Seite jedoch über den YouTube-Kanal von NepentheZ an junge Menschen herangetragen.

Und die Moral von der Geschicht‘…

An neuen Medien kommt heute niemand mehr vorbei. Doch genau so wenig, wie Winnetou, Peter Lustig und Marty McFly unfehlbare Helden waren, sind es heute die neuen YouTube-Stars. Mitdenken und kritisches Hinterfragen sind immer angebracht. Und darüber hinaus natürlich Prävention. 

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