Einer Person, die wenig einfühlsam oder empathisch ist, wird häufig vorgeworfen, dass sie gefühlsblind sei. Tatsächlich ist Gefühlsblindheit ein anerkanntes Persönlichkeitsmerkmal – der Fachbegriff heißt Alexithymie. Die betroffenen Personen haben keinen oder wenig Zugang zu ihren Gefühlen und es fällt ihnen schwer, diese in Worte zu fassen. Gefühle haben sie jedoch sehr wohl. Auch die Ausprägung dieses Persönlichkeitsmerkmals kann unterschiedlich stark sein. Betroffene können auch gut mit Alexithymie leben, wenn sie ihre Fähigkeiten zur Wahrnehmung der eigenen Gefühle trainieren und stärken.